Monatsarchiv für Juli 2007

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Mexico: La ciudad de Mexico

Oralé,

wie gehts??

Nach einem etwas anstrengenden Flug von Quito ueber Lima bin ich endlich in Mexico angekommen.

Bin ich in Suedamerika?? Oder bin ich in den USA?? Nein, ich bin in Zentralamerika, im Nachbarland der USA, in der drittgroessten Stadt der Welt!! Es ist nicht so dreckig wie man es in einer 20 Mio. Stadt erwartet, es ist auch nicht so chaotisch. Eigentlich ist es wunderschoen die kolonialen Gebaeude zu beschauen, auf dem zweitgroessten oeffentlichen Platz der Welt (nach dem roten Platz in Moskau), dem Zocalo, herumzuwandern, das zweitgroesste Museum der Welt, mit Informationen ueber die unglaubliche Vielfalt der Kulturen Mexicos zu betrachten und generell die Kultur, den Lifestyle, der doch ziemlich westlich und dennoch spanisch, latinomaessig, zu betrachten.

Die Leute hier sind unglaublich freundlich und hilfsbereit, labern dich gerne mal voll, die Maedels sind offen und moegen Gringos 🙂

Sogar die Bettler und Verkaeufer sind nicht so aufdringlich, wie ich es aus anderen Laendern kenne.
Die Taxis sind fast alle alte gruene VW Kaefer, deren Verkauf immer noch boomt, weshalb VW eine Fabrik in der Naehe Mexico Citys eroeffnet hat.
Fuer die Kapitalisten unter uns gibt es alles von McDonalds, ueber Starbucks und Subway bis zu 7-Eleven.

Das Metro System ist unglaublich gut ausgebaut, es ist leicht und billig in der Stadt herumzukommen.
Ich habe bis jetzt neben einer Stadttour die alte Aztekenhauptstadt (bzw. deren Ruinen) und einige sowohl spanische als auch aztekische Bauwerke gesehen.
Alles in allem ueberrascht mich dieses Land extrem und gefaellt mir wirklich super!

In ein paar Tagen werde ich Richtung Sueden aufbrechen, etwas mehr Kultur in mich aufnehmen und natuerlich noch etwas Sonne, Strand und Meer geniessen 🙂

Bis dahin,
olé

Geschrieben von André am 27. Juli 2007 | Abgelegt unter Mexico | Kommentare deaktiviert für Mexico: La ciudad de Mexico

Ecuador: Eine Busfahrt wird zum ALBTRAUM!!!

Gestern war es soweit. Ich habe Cuenca und meine Freunde verlassen und mich auf die 9-stuendige Reise nach Quito begeben.
Nach einer kleinen Abschiedsszene im Terminal bestieg ich den ungewoehnlich komfortablen und modernen Bus und begann die Reise zu geniessen.
Doch die Reise sollte nicht so schoen bleiben, wie sie begonnen hat. Sie sollte sich mehr zu einem Albtraum und der schlimmsten Erfahrung, die ich auf meiner ganzen Reise gemacht habe entwickeln. Vielleicht ist es sogar eine der schlimmsten Erfahrungen meines Lebens.

Nach ca. 2 1/2 Stunden Busfahrt stoppt der Bus ploetzlich und ich werde von einem schleifenden Geraeusch geweckt. Niemand sagt etwas, doch auf einmal bittet uns die „Stewardess“ den Bus zu verlassen. Draussen sehe ich, dass der hintere rechte Reifen abgefallen ist. Unter dem Bus liegt der eine von zwei Fahrern und bewegt sich nicht. Nach kurzer Zeit realisiere ich, dass er unter dem Bus festgeklemmt ist, weil beim Reifenwechsel wohl der Bus runtergekracht ist. Wir stoppen einen Lastwagen, der uns einen Reifenheber leiht (denn der Bus hatte keinen dabei, warum auch immer). Wir ziehen den Mann unter dem Bus raus, aber er bewegt sich nicht. Einige Leute fuehlen den Puls, versuchen Wiederbelebung, aber vergeblich. Er lag bestimmt schon 10 Minuten eingeklemmt unter dem Bus und hat nichts gesagt, nicht einmal gestoehnt oder geschrien, als der Bus auf ihn gefallen ist. Es muss ihm also wohl direkt irgendein lebenswichtiges Organ zerdrueckt haben. Die Dorf-Polizei auf Patroullie kommt angefahren. Wir stoppen sie, sie kommen, schauen sich alles an, als uns klar wird, dass alle 3 Beamten BETRUNKEN sind!!! Wir schreien sie an, das sie gefaelligst etwas machen sollen, aber in ihrem Zustand steigen sie einfach nur in das Polizeiauto und fahren weg!!!

Die Passagiere versuchen die Polizei und die Ambulanz anzurufen, aber erst nach bestimmt 10 Versuchen erreichen wir jemanden. Wir erklaeren, dass die Polizei vor Ort betrunken ist und ob man nicht eine andere Streife vorbei schicken koennte und viel wichtiger einen Krankenwagen!!! Nach einer weiteren Stunde trifft endlich der Krankenwagen ein, ein Fahrer ohne medizinische Kenntnisse!!! Er beschaut die Lage und faehrt wieder weg um einen Arzt zu holen, was sich noch einmal eine halbe Stunde hinzieht. Mittlerweile ist es nicht mehr 1 Uhr nachts, sondern 3 Uhr morgens.

Von der Polizei gibt es weiterhin keine Spur und es ist auch nich moeglich jemanden zu erreichen. Als der Arzt eintrifft bestaetigt er uns, dass der Mann tot ist und nichts mehr getan werden kann. Laut dem ecuadorianischen Gesetz muss nun ein Polizeibeamter der „Auxilio“ kommen (eine Art Polizeiarzt) um den Abtransport zu organisieren und die Schuldfrage zu klaeren. Die normale Polizei darf nichts machen. Der Arzt faehrt also wieder weg um einige Telefonate zu machen, kommt um 3.30 wieder und erklaert uns, dass die Polizei verstaendigt sei und sie jemanden schicken wuerden. Das dauere aber eine weitere Stunde, die wir warten muessen. Einige Leute sind schon in andere Busse umgestiegen, da ich aber nicht noch einmal 7$ bezahlen wollte, habe ich gewartet.

Nach einer Stunde trifft ein Beamter des „Auxilio“ ein, mit zwei lokalen Beamten. Sie beschauen die Leiche und verladen sie auf das Auto. Danach beginnen die Beamten den anderen Fahrer zu kontrollieren und fordern die Papiere des Busses an, die nicht gefunden werden koennen. Die Passagiere sind zu Recht veraergert und schreien die Beamten an: „Wenns darum geht zu helfen, seid ihr nicht aufzufinden, aber wenns darum geht Probleme zu machen, seid ihr direkt da!!!“ Genau so funktioniert die Polizei hier (vielleicht sogar in der ganzen Welt).

Um ca. 5 Uhr morgens setzt sich der Bus endlich wieder in Bewegung und ich denke der Albtraum hat ein Ende.
Doch nach einer weiteren Stunde stoppen wir ploetzlich und die beiden Polizeibeamten(die gleichen) erklaeren uns, dass der Bus aus irgendeinem Grund nicht weiterfahren duerfe und wir umsteigen muessten. Die „Stewardess“ ist mit der ganzen Lage ueberfordert, versucht aber ihr moeglichstes.
Mit dem naechsten Bus fahren wir nur 1 1/2 Stunden nach Riobamba, wo wir wieder umsteigen muessen um noch einmal 3 1/2 Stunden nach Quito zu fahren. Die Kosten uebernimmt zum Glueck die Busgesellschaft.
Um 12 Uhr komme ich dann, statt um 6 Uhr morgens in Quito an.

Was mich am meisten schockiert hat waren die voelligst betrunkenen Polizisten, die einfach wieder gefahren sind, ohne zu helfen und ohne irgendeine Meldung zu machen. Dann hat es mich betroffen, dass Ambulanz, Polizei usw. einfach nicht miteinander verbunden sind und keiner vom anderen weiss. Genauso wenig gab es in dem Dorf wo wir gehalten haben, Ambulanz oder ein kleines Krankenhaus. Ich glaube nicht, dass der Mann gerettet haette werden koennen, aber zumindest haetten wir nicht 4 Stunden in der Kaelte warten muessen!! Ausserdem scheint die Busgesellschaft gar nicht mit ihren Bussen und Fahrern verbunden zu sein und scheint keine 24 Stunden Notfallbesetzung zu haben.

Wie auch immer, ich habe die Reise mit einem kleinen Schock ueberlebt und werde jetzt noch meinen letzten Tag in Quito geniessen, bevor es morgen dann endlich nach Mexiko geht!!

Petri heil soweit!

Geschrieben von André am 22. Juli 2007 | Abgelegt unter Ecuador | Kommentare deaktiviert für Ecuador: Eine Busfahrt wird zum ALBTRAUM!!!

Fotos online!

Endlich gibts hier mal wieder was neues…

Es sind neue Fotos von La Paz, dem Titicacasee und Cuzco, sowie Machu Picchu und unserer Wanderung ueber die Gleise online.

Ich bin immer noch in Cuenca, werde diese schoene Stadt aber am Freitag in Richtung Quito verlassen, von wo am Mo. mein Flug nach Mexico City geht.

Also, keep rockin‘

Geschrieben von André am 18. Juli 2007 | Abgelegt unter Allgemein | Kommentare deaktiviert für Fotos online!

Lima, Reisen und ECUADOR!!!

Sooooo, da schreibt der Andre auch mal wieder… Es gibt nicht sooo viel neues zu erzaehlen, ich wollte nur mal einen Statusbericht abgeben.

Ich bin, nach einem zwei Tage Zwischenstopp in Lima, einer verdammt schoenen Stadt, sehr kosmopolitan und ueberhaupt nicht wie die grossen Staedte in Ecuador oder Bolivien, endlich in Ecuador angekommen.

In Lima habe ich ein bisschen das europaeische Flair genossen und mir das wirklich sehr schoene Zentrum (Weltkulturerbe) angeschaut.
Nach 26 Stunden Busfahrt und einer Grenzueberquerung, die im Endeffekt angenehmer war, als ich erwartet habe, bin ich dann in Cuenca, Ecuador angekommen.
Es ist super geil wieder hier zu sein, meine ganzen Freunde zu sehen und einfach diese wunderschoene Stadt wiederzusehen.
Hier werde ich ein paar Wochen bleiben um einfach zu relaxen und die Zeit mit den Leuten hier zu geniessen. Ich wohne bei einer Freundin, wo ich letztes Jahr schon einmal zwei Wochen gewohnt habe, die sich selbst als meine ecuadorianische Mutter bezeichnet und einfach super cool ist… Auch wenn sie von ihren Gedanken her sehr konservativ ist (sie glaubt z.B. nicht, dass wir Menschen vom Affen abstammen, denn schau dir doch den Affen an, im Vergleich zum Menschen usw. usw.), ist sie dennoch fuer die Verhaeltnisse hier super liberal und offen! Sie verhaelt sich auch schon ein wenig wie meine Mutter, z.B. wenn sie sich Sorgen macht, wenn ich bis 3 Uhr nachts nicht heimkomme usw.
Aber ich bin alt genug und sie kann mir eh nicht vorschreiben, was ich zu tun habe =) Nicht nach 6 Monaten um die Welt reisen.
Ja, es sind fast schon 6 Monate, am 10. Juli genau! Wie schnell die Zeit vergeht!!!

Naja, ich werde dann bald irgendwann einen Flug nach Mexiko buchen und dann voraussichtlich, wenn ich meinen Flug dort geandert habe, Anfang September heimkommen! Genauere Daten gibt es dann aus Mexiko!

Noch etwas =) Die sieben Welwunder sind gewaehlt und ich habe schon 3 davon gesehen! Das Colliseum, Machu Picchu und Taj Mahal! Und ich werde mir noch die Ruinen in Mexiko anschauen, das waeren dann vier!

Gut gut, das wars =)

Geschrieben von André am 8. Juli 2007 | Abgelegt unter Ecuador | Kommentare deaktiviert für Lima, Reisen und ECUADOR!!!