Deutschland: Wieder daaaa =)

Hallo alle,

ich wollte nur kurz mal für alle, die es noch nicht mitbekommen haben, rundmailen, dass ich bereits seit Sa., dem 4.8. wieder in Deutschland bin!

Ich habe noch ein paar Tage am Meer verbracht, bevor ich von Puerto Escondido wieder nach Mexico City und über London wieder nach Frankfurt geflogen bin.
In Deutschland wusste nur Stephan bescheid, der mich auch gleich vom Flughafen abgeholt hat. Von dort aus ging es dann auf Überraschungstour =)
Ich habe schon fast alle Leute informieren und erschrecken können, ausser ein paar =) Es tut mir leid, wenn ihr bis jetzt noch nix davon wusstet =) Ruft einfach an! Meine alte Handynr., Telefonnr. und eMail stimmen noch!!

Bald werde ich noch die letzten Fotos hochladen und die Reisekarte aktualisieren! Dann wird diese Homepage nur noch zur Ansicht zur Verfügung stellen!

Vielen Dank an alle, die sich für meine Geschichten interessiert haben!

André Katzenberger

Geschrieben von André am 13. August 2007 | Abgelegt unter Allgemein | Kommentare deaktiviert für Deutschland: Wieder daaaa =)

Mexico: Endlich wieder Meer!!!

Hallo Freunde,

ich bin endlich wieder am Meer und das ist super =) Es ist tropisches Klima, 30-40 Grad, ich schwitze den ganzen Tag, aber der Strand ist super…
Ich bin in Puerto Escondido, dem angeblichen Top 3 Surfspot weltweit, mit Wellen von „nur“ 3-4 Metern Hoehe. Es ist Low Season, aber es sind doch noch einige Leute und Surfer hier.

Davor war ich in Oaxaca, einer schoenen Kolonialstadt, in der aber einige Proteste waren, eine Woche zuvor sogar noch brutale Kaempfe.
Der Gouverneur der Provinz hat irgendwie ziemliche Scheisse gebaut und ist dabei einen Polizeistaat aus der Provinz zu machen, was die Leute hier anpisst =) Und wie die Mexikaner nun mal sind, demonstrieren sie richtig =) Als ich da war, war es aber relativ ruhig, die Stadt war wieder offen fuer Touristen und interessant anzuschauen.

Das Essen hier ist superlecker, auch wenn die Mexikaner irgendwie nicht viel von Gemuese halten. Sie sind absolute Fleischliebhaber und es kommt schon mal vor, dass man ein Gericht aus nur einem Stueck Fleisch mit einer Sosse (in der etwas Gemuese pueriert vorzufinden ist) bekommt.
Alles ist superscharf, aber einfach nur so lecker.. Das typische ToGo-Strassenessen sind Tacos, runde Maisscheiben gefuellt mit Fleisch und Kaese.

Das Land Mexico hatte bis vor 150 Jahren noch das doppelte Territorium, bis die USA im Krieg 1847 2 Mio Quadratkilometer gewonnen haben (unter anderem California etc.), weshalb alle Staedte dort auch immer noch spanische Namen haben (Los Angeles, San Francisco etc.)

Einige interessante Fakten noch ueber Mexico City. Die Stadt wurde auf einem See gebaut, nach einer aztekischen Bauweise, wie eine schwimmende Stadt. Als die Spanier kamen, haben sie diesen See ausgetrocknet um die Stadt vergroessern zu koennen. Das hat leider nicht so gut funktioniert, dass die Stadt um 1600 fuer 2 Jahre komplett geflutet war. Bis heute hat das Zentrum Mexico Citys ein Sinkproblem, das heisst alle schweren Gebaeude sinken ein. Wenn man nun graebt kann man fast ueberall alte Tempel finden, die ueberbaut worden sind, teilweise bis zu 7 mal!! Unglaublich, dass eine der groessten Staedte der Welt einmal ein See und eine Insel war!

Ich werde mittlerweile immer gefragt, ob ich aus Australien oder England komme, wenn ich englisch rede und ob ich aus Brazilien oder Nordmexiko komme, wenn ich spanisch rede =) Nicht schlecht!

Bis bald also!

Geschrieben von André am 1. August 2007 | Abgelegt unter Mexico | Kommentare deaktiviert für Mexico: Endlich wieder Meer!!!

Mexico: La ciudad de Mexico

Oralé,

wie gehts??

Nach einem etwas anstrengenden Flug von Quito ueber Lima bin ich endlich in Mexico angekommen.

Bin ich in Suedamerika?? Oder bin ich in den USA?? Nein, ich bin in Zentralamerika, im Nachbarland der USA, in der drittgroessten Stadt der Welt!! Es ist nicht so dreckig wie man es in einer 20 Mio. Stadt erwartet, es ist auch nicht so chaotisch. Eigentlich ist es wunderschoen die kolonialen Gebaeude zu beschauen, auf dem zweitgroessten oeffentlichen Platz der Welt (nach dem roten Platz in Moskau), dem Zocalo, herumzuwandern, das zweitgroesste Museum der Welt, mit Informationen ueber die unglaubliche Vielfalt der Kulturen Mexicos zu betrachten und generell die Kultur, den Lifestyle, der doch ziemlich westlich und dennoch spanisch, latinomaessig, zu betrachten.

Die Leute hier sind unglaublich freundlich und hilfsbereit, labern dich gerne mal voll, die Maedels sind offen und moegen Gringos 🙂

Sogar die Bettler und Verkaeufer sind nicht so aufdringlich, wie ich es aus anderen Laendern kenne.
Die Taxis sind fast alle alte gruene VW Kaefer, deren Verkauf immer noch boomt, weshalb VW eine Fabrik in der Naehe Mexico Citys eroeffnet hat.
Fuer die Kapitalisten unter uns gibt es alles von McDonalds, ueber Starbucks und Subway bis zu 7-Eleven.

Das Metro System ist unglaublich gut ausgebaut, es ist leicht und billig in der Stadt herumzukommen.
Ich habe bis jetzt neben einer Stadttour die alte Aztekenhauptstadt (bzw. deren Ruinen) und einige sowohl spanische als auch aztekische Bauwerke gesehen.
Alles in allem ueberrascht mich dieses Land extrem und gefaellt mir wirklich super!

In ein paar Tagen werde ich Richtung Sueden aufbrechen, etwas mehr Kultur in mich aufnehmen und natuerlich noch etwas Sonne, Strand und Meer geniessen 🙂

Bis dahin,
olé

Geschrieben von André am 27. Juli 2007 | Abgelegt unter Mexico | Kommentare deaktiviert für Mexico: La ciudad de Mexico

Ecuador: Eine Busfahrt wird zum ALBTRAUM!!!

Gestern war es soweit. Ich habe Cuenca und meine Freunde verlassen und mich auf die 9-stuendige Reise nach Quito begeben.
Nach einer kleinen Abschiedsszene im Terminal bestieg ich den ungewoehnlich komfortablen und modernen Bus und begann die Reise zu geniessen.
Doch die Reise sollte nicht so schoen bleiben, wie sie begonnen hat. Sie sollte sich mehr zu einem Albtraum und der schlimmsten Erfahrung, die ich auf meiner ganzen Reise gemacht habe entwickeln. Vielleicht ist es sogar eine der schlimmsten Erfahrungen meines Lebens.

Nach ca. 2 1/2 Stunden Busfahrt stoppt der Bus ploetzlich und ich werde von einem schleifenden Geraeusch geweckt. Niemand sagt etwas, doch auf einmal bittet uns die „Stewardess“ den Bus zu verlassen. Draussen sehe ich, dass der hintere rechte Reifen abgefallen ist. Unter dem Bus liegt der eine von zwei Fahrern und bewegt sich nicht. Nach kurzer Zeit realisiere ich, dass er unter dem Bus festgeklemmt ist, weil beim Reifenwechsel wohl der Bus runtergekracht ist. Wir stoppen einen Lastwagen, der uns einen Reifenheber leiht (denn der Bus hatte keinen dabei, warum auch immer). Wir ziehen den Mann unter dem Bus raus, aber er bewegt sich nicht. Einige Leute fuehlen den Puls, versuchen Wiederbelebung, aber vergeblich. Er lag bestimmt schon 10 Minuten eingeklemmt unter dem Bus und hat nichts gesagt, nicht einmal gestoehnt oder geschrien, als der Bus auf ihn gefallen ist. Es muss ihm also wohl direkt irgendein lebenswichtiges Organ zerdrueckt haben. Die Dorf-Polizei auf Patroullie kommt angefahren. Wir stoppen sie, sie kommen, schauen sich alles an, als uns klar wird, dass alle 3 Beamten BETRUNKEN sind!!! Wir schreien sie an, das sie gefaelligst etwas machen sollen, aber in ihrem Zustand steigen sie einfach nur in das Polizeiauto und fahren weg!!!

Die Passagiere versuchen die Polizei und die Ambulanz anzurufen, aber erst nach bestimmt 10 Versuchen erreichen wir jemanden. Wir erklaeren, dass die Polizei vor Ort betrunken ist und ob man nicht eine andere Streife vorbei schicken koennte und viel wichtiger einen Krankenwagen!!! Nach einer weiteren Stunde trifft endlich der Krankenwagen ein, ein Fahrer ohne medizinische Kenntnisse!!! Er beschaut die Lage und faehrt wieder weg um einen Arzt zu holen, was sich noch einmal eine halbe Stunde hinzieht. Mittlerweile ist es nicht mehr 1 Uhr nachts, sondern 3 Uhr morgens.

Von der Polizei gibt es weiterhin keine Spur und es ist auch nich moeglich jemanden zu erreichen. Als der Arzt eintrifft bestaetigt er uns, dass der Mann tot ist und nichts mehr getan werden kann. Laut dem ecuadorianischen Gesetz muss nun ein Polizeibeamter der „Auxilio“ kommen (eine Art Polizeiarzt) um den Abtransport zu organisieren und die Schuldfrage zu klaeren. Die normale Polizei darf nichts machen. Der Arzt faehrt also wieder weg um einige Telefonate zu machen, kommt um 3.30 wieder und erklaert uns, dass die Polizei verstaendigt sei und sie jemanden schicken wuerden. Das dauere aber eine weitere Stunde, die wir warten muessen. Einige Leute sind schon in andere Busse umgestiegen, da ich aber nicht noch einmal 7$ bezahlen wollte, habe ich gewartet.

Nach einer Stunde trifft ein Beamter des „Auxilio“ ein, mit zwei lokalen Beamten. Sie beschauen die Leiche und verladen sie auf das Auto. Danach beginnen die Beamten den anderen Fahrer zu kontrollieren und fordern die Papiere des Busses an, die nicht gefunden werden koennen. Die Passagiere sind zu Recht veraergert und schreien die Beamten an: „Wenns darum geht zu helfen, seid ihr nicht aufzufinden, aber wenns darum geht Probleme zu machen, seid ihr direkt da!!!“ Genau so funktioniert die Polizei hier (vielleicht sogar in der ganzen Welt).

Um ca. 5 Uhr morgens setzt sich der Bus endlich wieder in Bewegung und ich denke der Albtraum hat ein Ende.
Doch nach einer weiteren Stunde stoppen wir ploetzlich und die beiden Polizeibeamten(die gleichen) erklaeren uns, dass der Bus aus irgendeinem Grund nicht weiterfahren duerfe und wir umsteigen muessten. Die „Stewardess“ ist mit der ganzen Lage ueberfordert, versucht aber ihr moeglichstes.
Mit dem naechsten Bus fahren wir nur 1 1/2 Stunden nach Riobamba, wo wir wieder umsteigen muessen um noch einmal 3 1/2 Stunden nach Quito zu fahren. Die Kosten uebernimmt zum Glueck die Busgesellschaft.
Um 12 Uhr komme ich dann, statt um 6 Uhr morgens in Quito an.

Was mich am meisten schockiert hat waren die voelligst betrunkenen Polizisten, die einfach wieder gefahren sind, ohne zu helfen und ohne irgendeine Meldung zu machen. Dann hat es mich betroffen, dass Ambulanz, Polizei usw. einfach nicht miteinander verbunden sind und keiner vom anderen weiss. Genauso wenig gab es in dem Dorf wo wir gehalten haben, Ambulanz oder ein kleines Krankenhaus. Ich glaube nicht, dass der Mann gerettet haette werden koennen, aber zumindest haetten wir nicht 4 Stunden in der Kaelte warten muessen!! Ausserdem scheint die Busgesellschaft gar nicht mit ihren Bussen und Fahrern verbunden zu sein und scheint keine 24 Stunden Notfallbesetzung zu haben.

Wie auch immer, ich habe die Reise mit einem kleinen Schock ueberlebt und werde jetzt noch meinen letzten Tag in Quito geniessen, bevor es morgen dann endlich nach Mexiko geht!!

Petri heil soweit!

Geschrieben von André am 22. Juli 2007 | Abgelegt unter Ecuador | Kommentare deaktiviert für Ecuador: Eine Busfahrt wird zum ALBTRAUM!!!

Fotos online!

Endlich gibts hier mal wieder was neues…

Es sind neue Fotos von La Paz, dem Titicacasee und Cuzco, sowie Machu Picchu und unserer Wanderung ueber die Gleise online.

Ich bin immer noch in Cuenca, werde diese schoene Stadt aber am Freitag in Richtung Quito verlassen, von wo am Mo. mein Flug nach Mexico City geht.

Also, keep rockin‘

Geschrieben von André am 18. Juli 2007 | Abgelegt unter Allgemein | Kommentare deaktiviert für Fotos online!

Lima, Reisen und ECUADOR!!!

Sooooo, da schreibt der Andre auch mal wieder… Es gibt nicht sooo viel neues zu erzaehlen, ich wollte nur mal einen Statusbericht abgeben.

Ich bin, nach einem zwei Tage Zwischenstopp in Lima, einer verdammt schoenen Stadt, sehr kosmopolitan und ueberhaupt nicht wie die grossen Staedte in Ecuador oder Bolivien, endlich in Ecuador angekommen.

In Lima habe ich ein bisschen das europaeische Flair genossen und mir das wirklich sehr schoene Zentrum (Weltkulturerbe) angeschaut.
Nach 26 Stunden Busfahrt und einer Grenzueberquerung, die im Endeffekt angenehmer war, als ich erwartet habe, bin ich dann in Cuenca, Ecuador angekommen.
Es ist super geil wieder hier zu sein, meine ganzen Freunde zu sehen und einfach diese wunderschoene Stadt wiederzusehen.
Hier werde ich ein paar Wochen bleiben um einfach zu relaxen und die Zeit mit den Leuten hier zu geniessen. Ich wohne bei einer Freundin, wo ich letztes Jahr schon einmal zwei Wochen gewohnt habe, die sich selbst als meine ecuadorianische Mutter bezeichnet und einfach super cool ist… Auch wenn sie von ihren Gedanken her sehr konservativ ist (sie glaubt z.B. nicht, dass wir Menschen vom Affen abstammen, denn schau dir doch den Affen an, im Vergleich zum Menschen usw. usw.), ist sie dennoch fuer die Verhaeltnisse hier super liberal und offen! Sie verhaelt sich auch schon ein wenig wie meine Mutter, z.B. wenn sie sich Sorgen macht, wenn ich bis 3 Uhr nachts nicht heimkomme usw.
Aber ich bin alt genug und sie kann mir eh nicht vorschreiben, was ich zu tun habe =) Nicht nach 6 Monaten um die Welt reisen.
Ja, es sind fast schon 6 Monate, am 10. Juli genau! Wie schnell die Zeit vergeht!!!

Naja, ich werde dann bald irgendwann einen Flug nach Mexiko buchen und dann voraussichtlich, wenn ich meinen Flug dort geandert habe, Anfang September heimkommen! Genauere Daten gibt es dann aus Mexiko!

Noch etwas =) Die sieben Welwunder sind gewaehlt und ich habe schon 3 davon gesehen! Das Colliseum, Machu Picchu und Taj Mahal! Und ich werde mir noch die Ruinen in Mexiko anschauen, das waeren dann vier!

Gut gut, das wars =)

Geschrieben von André am 8. Juli 2007 | Abgelegt unter Ecuador | Kommentare deaktiviert für Lima, Reisen und ECUADOR!!!

Abenteuer Machu Picchu

Ein Abenteuer, begonnen um Geld zu sparen, denn der „normale“ Weg zum Machu Picchu zu gelangen, gestaltet sich fuer auslaendische Touristen zur Abzocke Nr. 1 auf meiner Reise bisher!

Der Zug zum Machu Picchu kostet fuer Auslaender fuer Hin- und Rueckfahrt 73$, fuer Peruaner 10$.
Deshalb kamen wir auf die glorreiche Idee mit ein paar Freundinnen von hier, mit dem Bus zum 82. Kilometer (von 110) zu fahren und den Rest zu laufen.
Am Km82 beginnt der offizielle Inka-Trail, auf dem man fuer teures Geld drei Tage zum Machu Picchu wandern kann. Dieser ist aber mittlerweile auf 500 Personen pro Tag beschraenkt und deshalb bis Ende September ausgebucht.
Unser Weg gestaltete sich ueber die Zuggleise, den gleichen Weg, den etwa 10 Zuege pro Tag nehmen. Natuerlich ist dieser Weg verboten, dennoch einer von zwei moeglichen Wegen nach Machu Picchu ohne den Zug nehmen zu muessen.
Der Weg war superlustig, die Charaktere, ich, Markus (ein Oesi aus Salzburg, supercooler Kerl) und drei Artesanas (Laura (eine Freundin, die ich schon letztes Jahr in Nordperu kennen gelernt habe), Juana (eine durchgeknallte und etwas zu relaxte Freundin aus dem Hochland Perus) und Amazonas (was nicht ihr richtiger Name ist, aber sie kommt aus dem Amazonas Gebiet, aus einem entlegenen Dorf, ist sehr spirituell und hatte immer ihren Hasen und ihren kleinen Raubvogel dabei, war voelligst abgedreht und etwas anstrengend, aber dazu spaeter mehr)).

Wenn der Zug kam, was zum Glueck durch hupen angekuendigt wurde, sprangen wir von den Gleisen in die Buesche, oder eben an den weitestmoeglichen Rand. Es ist nie was passiert, der Weg ist gut ausgebaut, auch fuer Fussgaenger. Wir hatten ueberlegt auf dem Weg irgendwo zu zelten, hatten aber leider nur 1 Zelt fuer 2-3 Personen. Also haetten 2 draussen schlafen muessen, im subtropischen Klima auf 2000 m, mit giftigen Schlangen usw. usw. =)
Wir haben aber auf dem Weg zum Glueck noch einen Argentinier und einen Uruguayer kennen gelertn und uns im Endeffekt auf 2 Zelte verteilt. Die 28km bis nach Aguas Calientes (dem Dorf vor Machu Picchu) haben wir in einem 10 Stunden Mega-Walk an einem Tag hinter uns gebracht.

Am naechsten Morgen stand die Besteigung des Machu Picchu bevor. Auch hier kann man den Touribus nehmen (12$ Return), oder laufen, was einem ca. einstuendigen Treppensteigen entspricht (die Hoehe stegt dabei von 2000 auf 2500 m an, was das Laufen und Atmen noch erschwert).
Oben angekommen wollte ich mit meinem gefaelschten Studentenausweis aus Thailand billiger in Machu Picchu reinkommen, was der Polizeimann natuerlich direkt unterbunden hat. (Ich musste also statt dem Studenteneintritt von 20$, 40$(!!!) bezahlen, Peruaner bezahlen (10$ bzw. 20$).
Im Endeffekt war es egal, wir waren drinnen und es ist atemberaubend… Ich hoffe, ich kann bald Fotos hochladen, denn das war wirklich ein weiterer Hoehepunkt meiner Reise…

Die naechste Nacht haben wir im Hostal verbracht, von dem die drei Maedels am naechsten Morgen mit dem Zug zurueck gefahren sind (wie gesagt, eine Fahrt 6,50$ pro Person fuer Peruaner).
Wir (Markus und ich) haben uns auf eine weitere Wanderung gemacht vom km110 bis zum km128 von dem aus Busse nach Cuzco aufbrechen sollten! (Der Zug fuer uns haette fuer eine Fahrt 47$ gekostet!)
Am km128 angekommen mussten wir in einem Lastwagen nach Santa Teresa, dem naechsten Dorf trampen. Diesen Weg legen viele Touristen und Peruaner zurueck um den Zug zu sparen, er ist also mehr oder weniger legal und die LKW-Fahrer nehmen jeden gegen ein kleines Trinkgeld mit.
In St. Teresa angekommen wollten wir so schnell wie moeglich weiter. Man sagte uns aber, dass es einen Erdrutsch gegeben hat und die normale Route nach Cuzco fuer mindestens 20 Tage gesperrt sei. Es bliebe uns aber ein Weg ueber Quillabamba, der Minibus fahre heute nachmittag vielleicht noch ab! Natuerlich hatte der Minibusfahrer aber keine Lust mehr nach Quillabamba zu fahren, weshalb wir die Nacht im Hostel bleiben mussten (natuerlich ohne Zahnbuerste, Seife, Deo, frische Klamotten, alles halt, weil wir das den Maedels im Zug mitgegeben hatten um es nicht herumzuschleppen).
Also fuhren wir mit dem ersten Bus nach Quillabamba, von dort aus auf einen 14 Stunden Busmarathon nach Cuzco, mit einer einstuendigen Panne, die schnell mit auseinandergeschnittenen Ersatzreifen und Schraubenzieher geflickt wurde und ueber eine Strecke, wie ich sie noch nie gesehen habe.

Ich habe ja schon gefaehrliche Strecken gesehen, aber diese Strecke, genau die Breite von 2 Bussen (mit 10 cm Zwischenraum) hat mir schon oefters den Atem geraubt. Nachdem wir durch ein wunderschoenes Tal an mindestens 10 anderen Bussen und LKWs vorbei geschrammt sind, sind wir dann abends endlich total uebermuedet in Cuzco angekommen! Es war definitiv eine Erfahrung wert, wenn nicht sogar das Highlight meines Trips, denn wie ihr wisst, hasse ich diesen Touri-Ottonormalbuerger-Tour-Krams…

Dennoch fahre ich morgen mit einem halbluxurioesen Bus nach Lima um statt 22 nur 18 Stunden zu fahren =)

Entschuldigt meinen Schreibstil, aber ich kann mich grad nich recht konzentrieren =)

Bald mehr!

Geschrieben von André am 30. Juni 2007 | Abgelegt unter Peru | Kommentare deaktiviert für Abenteuer Machu Picchu

Cuzco, Inti-Raymi und meine Freunde von der Polizei

Heute ist es endlich so weit, der 24. Juni, Inti Raymi in Cuzco, angeblich eine der Top 10 Partys weltweit.

Der halbe Tag ist rum, wir sind heute morgen auf einen Huegel etwas ausserhalb von Cuzco gestiegen, wo eine Zeremonie mit Taenzen, Theater usw. stattfinden sollte.

Es gibt die Moeglichkeit ca. 60$ zu bezahlen um direkt vorne auf aufgestellten Sitzen zu sitzen, oder man muss auf einen Huegel steigen um alles in klein, aus der Ferne, so gut wie ohne Ton und fuer umsonst hoeren zu koennen.
Das hat mich mal wieder so sauer gemacht!!! Das ist eine Inka Party, fuer die Locals und dann wird natuerlich direkt wieder Geld rausgeschlagen und die Party wird auf die Reichen Peruaner und die Gringos beschraenkt…
Alles in diesem beschissenen Kontinent dreht sich nur um Geld, jeder versucht jedem soviel wie moeglich aus der Tasche zu ziehen… Die Polizei ist hoechtskorrupt, egoistisch und schert sich einen Mist um Menschen und deren Leben. Und wer ist schuld?? Die Leute hier koennen nix dafuer, sie brauchen ja Geld um zu leben und die Regierung und das System hier lehrt sie ja nichts anderes… Aber vor allem sind die dekadenten reichen Laender in Europa und Nordamerika Schuld, denn dort ist das Geld, jeder hat zuviel und an anderen Enden fehlt es… Die Leute hier arbeiten fuer westliche Firmen zu Hungerloehnen, nur damit WIR alles billiger haben koennen…

Ich weiss nicht, ob von euch schon einmal jemand den Film „Die Reisen des jungen Che“ gesehen hat, wenn nicht schaut ihn euch an!! Ich habe ihn hier gesehen und ich kann mich verdammt gut mit Ernesto Guevara de la Serna (Che Guevara) und seiner Einstellung identifizieren, mit dem Unterschied, dass ich niemals in meinem Leben eine Waffe in die Hand nehmen wuerde.

Auf jeden Fall ist es verdammt hart, diese Scheisse hier zu sehen… Machu Picchu kostet um die 80$ (allermindestens) um mit Aufwand dorthin zu kommen… Das ist fast ein Monatslohn hier, das heisst, die meisten Peruaner aus Cuzco und generell, haben ihr Wahrzeichen noch NIE in ihrem Leben gesehen… Und das ist nur wegen einer erfundenen und voellig abstrakten Sache wie Geld…
Gut, ich koennte mich stundenlang ueber all das aufregen…
Aber es gibt auch gute Nachrichten: Ich habe ein paar super coole Artesanos getroffen (Leute, die Schmuck usw. herstellen und verkaufen, davon leben und reisen), die sind wie ein eigenes Volk, super sozial zueinander und jeder hilft jedem, Geld spielt einfach keine Rolle! Wer gerade etwas hat, gibt es, weil er weiss, das naechste Mal hat jemand anderes wieder was. Diese Leute haben keine Klischees, unterliegen keinem Gesellschaftskodex usw. usw.
Das macht sie natuerlich bei der Polizei verhasst, die ihnen teilweise den Eintritt in Strassen verwehrt oder sie von touristischen Plaetzen vertreibt, wenn sie dort verkaufen wollen. Und warum?? Weil sie nicht, schon gesetzestreu, einen Laden haben, Steuern bezahlen und das System unterstuetzen…

Egal =) Ein paar Einblicke in die Gedanken, die mich heute den ganzen Tag beschaeftigt haben.

Jetz gehe ich lieber mit den anderen einen trinken =)

Geschrieben von André am 24. Juni 2007 | Abgelegt unter Peru | Ein Kommentar

Cuzco: Happy New Year!!!

Ein froehliches neues Jahr (der Inkas) wuensche ich euch allen!! Das haben wir naemlich am 21. Juni, dem Tag der Sommersonnenwende gefeiert! Ich bin jetzt in Peru, genauer gesagt in Cuzco, der Hauptstadt des verdammt beeindruckenden Inka-Reiches.

Morgen findet hier das Sonnenfest, Inti-Raymi statt, das groesste Fest, das die Inkas im Jahr feiern.

Nachdem ich La Paz verlassen habe, sind wir zum Titicacasee, dem hoechstgelegenen schiffbaren See der Welt (!!) gefahren. Dort haben wir ein paar Tage verbracht, sind etwas gewandert und ich habe mich erkaeltet und gleichzeitig einen Sonnenbrand gekriegt! Auf 3800 m brennt die Sonne tagsueber verdammt stark und nachts faellt die Temperatur fast auf 0 Grad ab!

Nach anstrengenden 11 Stunden Busfahrt bin ich nun in Cuzco, einer wirklich wunderschoenen Stadt in der es momentan von Partys nur so wimmelt!
Der alte Stadtkern ist in einer Pumaform gebaut worden, dem heiligen Tier der Inkas. Das ironische allerdings ist, das an der Plaza de armas (dem Hauptplatz) gleich zwei riesige Kathedralen gebaut worden sind 🙂
Ich werde noch zwei Tage die Festivitaeten verfolgen, bevor ich am 25. oder 26. auf eine Tour zu den groessten Inka-Ruinen der Welt (und hoffentlich bald einem der neuen Weltwunder) aufbrechen werde! Machu Picchu, der Stern des Inka-Reiches!

Danach geht es in einer Marathonreise von 20 Stunden nach Lima, nach ein paar Tagen erneut 23 Stunden bis nach Cuenca, Ecuador!

Bis dahin,
petri heil

Geschrieben von André am 23. Juni 2007 | Abgelegt unter Peru | Kommentare deaktiviert für Cuzco: Happy New Year!!!

Salar de Uyuni, Bolivien und Fotos

Hola señores y señoras,

como estan?

Erst mal gibt es neue Fotos (fuer alle, die die Mail nicht lesen wollen). Das Augenmerk liegt dabei auf den Fotos vom Salar de Uyuni, dem groessten Salzsee der Welt (ausgetrocknet) und der benachtbarten Wueste, aka ein Nationalpark, dessen Namen ich wieder vergessen habe =)

Hier schreibt mal wieder der Andre mit endlich einer Informationsgeladenen und interessanten Mail:
Am 11.06. bin ich nach meinem Aufenthalt in San Pedro de Atacama auf eine 3-Tagestour durchs Salar de Uyuni gestartet.
Los ging es mit dem Bus zur Migracion de Bolivia, sozusagen der Grenzuebergang.
Um dorthin zu kommen mussten wir von San Pedro (auf 2500 m ueber NN gelegen) auf ca. 4500 m fahren. Der Weg war eine geteerte Strasse die nach Argentinien fuehrt. Auf halbem Weg meinte der Fahrer dann: „Die Teerstrasse hier fuehrt nach Argentinien, und hierlang gehts nach Bolvien“, worauf er das Lenkrad rumriss und mitten ins Nichts abbog =)
Es gibt zwar mehr oder weniger „Strassen“, aber da das nur mehrfach befahrene Wege im Staub der Wueste sind, ist es egal wolang man faehrt.
Die Landschaften sind super beeindruckend, zumindest am Anfang. Die langen Fahrten bei der Tour lassen dich nach 2 Stunden auch nur noch gleiche Steine sehen =) Die Migracion war eher ein kleiner Schuppen, als ein ernstzunehmender Grenzuebergang (wie man auf den Fotos sehen kann)

Am ersten Tag haben wir heisse Quellen auf 4000 m Hoehe, Geysire auf 5000 m Hoehe (der hoechste Punkt der Tour), diverse Lagunen in gruen, weiss und sogar rot!! gesehen.
Es war konstant verdammt kalt, tagsueber ca. 0-10 Grad (ohne Sonne), nachts -15 bis -20 Grad!!! Die Sonne war super warm und extrem stark, weshalb ich mir auch, ohne es zu merken, einen schoenen Sonnenbrand im Gesicht eingefangen habe.

Im ersten Hostel war es verdammt kalt, sogar innen, dass wir uns mit Whisky und Poker aufwaermen mussten! Nach 2 Glaeserchen Whisky ist man dann auch schnell betrunken, die Hoehe machts =)

Laufen ist verdammt anstrengend in der Hoehe, so dass ich nach 1 Minute bergauf voellig ausser Atem bin! Aber so langsam gewoehne ich mich daran =)

Wir haben auch einige lustige Tiere gesehen, vor allem Lamas, Voegel, Flamingos und Vicuñas (eine Lamaart)

Am zweiten Tag gings dann weiter, zum Mittagessen gabs Lama (was ziemlich eklig schmeckt) und einige interessante Sachen zu sehen (zum Beispiel Steinformationen, die wie ein Baum aussahen (siehe Fotos)).

Am dritten Tag sind wir dann endlich ins Salar de Uyuni gefahren, was wie eine Winterlandschaft aussieht. Alles um dich herum ist weiss, nur ist der weisse nicht kalt und man kann auch keine Baelle daraus formen =) Schmeckt aber salzig!

Im Salar kann man aufgrund der weiten Ebene superlustige Perspektivenfotos machen (siehe Fotos).

Nachdem wir in Uyuni angekommen sind und ich das auch so schnell wie moeglichwieder verlassen habe, die Nacht im Nachtbus halb erfroren bin (kein Fussraum ich konnte mich nicht bewegen, und keine Heizung, also war es bestimmt -5 Grad im Bus) bin ich in La Paz angekommen.

Es fuehlt sich verdammt gut an, wieder im „richtigen“ Suedamerika zu sein, so wie es in Ecuador war. Mit gutem Reis und Fleisch essen, Durchfall und vielen Bettlern. Dagegen war Chile sehr europaeisch!

Hier in Bolvien, dem Hauptproduzenten von Kokain, kauen ca. 90% der Einwohner regelmaessig Coca Blaetter. Aus 400 kg Blaettern macht man durch chemische Prozesse 1 kg Kokain, wie ich heute im Coca Museum erfahren habe. Diese Blaetter sind zwar von der UN als illegal erklaert worden, aber aus der Kultur hier einfach nicht wegzudenken, weshalb man sie auch ueberall kaufen kann =) Ich muss sagen, die schmecken sehr gut und haben gute Eigenschaften gegen Hoehenkrankheit. Sie erweitern die Atemwege, regulieren den Blutzuckerspiegel und oeffnen die Blutgefaesse!! Man hat auch nachgewiesen, das die Leute, die Coca Blaetter kauen (oder als Tee trinken) besser arbeiten koennen, laenger durchhalten und allgemein relaxter sind!
Einen starken Effekt hatten die Blaetter bei mir nicht, aber eine kleinere Euphorie und Entspannung stellt sich ein!

Uebermorgen werde ich weiter zum Lago Titicaca reisen, dann nach Peru, wo am 24. Juni das groesste Inka Fest Inti Raymi (Sommersonnenwende) stattfindet!
Dann gehts nach Macchu Pichu und dann Richtung Ecuador!

Habe ich schon erwaehnt, dass ich einen neuen Spitznamen hab, der mir ziemlich gut gefaellt?? Ich habe in Chile mit vielen Franzosen rumgehangen, und in Frankreich sagt man zu Andre, Dede!

Also wenn ihr wollt koennt ihr mich ab jetz auch Dede nennen =)

Oehm, noch was… Es ist ziemlich schokierend, zu sehen, wie billig und arm Bolivien ist… Ich kaufe massig Fruechte oder ein gutes Mittagessen und zahle unter einem Euro!!! (10,5 Bolivianos = 1 Euro)
Zwar war das in Indien auch so, doch hier schockiert es mich, von Chile kommend irgendwie mehr…

Also dann, schreibt mir eMails, enjoyed die Fotos und bis bald!!

Chao chao,

Andrecito

Geschrieben von André am 15. Juni 2007 | Abgelegt unter Bolivien | Ein Kommentar

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