{"id":63,"date":"2007-06-30T23:00:45","date_gmt":"2007-06-30T22:00:45","guid":{"rendered":"http:\/\/katzi-online.de\/wordpress\/?p=63"},"modified":"2009-06-02T21:44:18","modified_gmt":"2009-06-02T20:44:18","slug":"abenteuer-machu-picchu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.andre-isst-reis.de\/wordpress\/?p=63","title":{"rendered":"Abenteuer Machu Picchu"},"content":{"rendered":"<p>Ein Abenteuer, begonnen um Geld zu sparen, denn der &#8222;normale&#8220; Weg zum Machu Picchu zu gelangen, gestaltet sich fuer auslaendische Touristen zur Abzocke Nr. 1 auf meiner Reise bisher!<\/p>\n<p>Der Zug zum Machu Picchu kostet fuer Auslaender fuer Hin- und Rueckfahrt 73$, fuer Peruaner 10$.<br \/>\nDeshalb kamen wir auf die glorreiche Idee mit ein paar Freundinnen von hier, mit dem Bus zum 82. Kilometer (von 110) zu fahren und den Rest zu laufen.<br \/>\nAm Km82 beginnt der offizielle Inka-Trail, auf dem man fuer teures Geld drei Tage zum Machu Picchu wandern kann. Dieser ist aber mittlerweile auf 500 Personen pro Tag beschraenkt und deshalb bis Ende September ausgebucht.<br \/>\nUnser Weg gestaltete sich ueber die Zuggleise, den gleichen Weg, den etwa 10 Zuege pro Tag nehmen. Natuerlich ist dieser Weg verboten, dennoch einer von zwei moeglichen Wegen nach Machu Picchu ohne den Zug nehmen zu muessen.<br \/>\nDer Weg war superlustig, die Charaktere, ich, Markus (ein Oesi aus Salzburg, supercooler Kerl) und drei Artesanas (Laura (eine Freundin, die ich schon letztes Jahr in Nordperu kennen gelernt habe), Juana (eine durchgeknallte und etwas zu relaxte Freundin aus dem Hochland Perus) und Amazonas (was nicht ihr richtiger Name ist, aber sie kommt aus dem Amazonas Gebiet, aus einem entlegenen Dorf, ist sehr spirituell und hatte immer ihren Hasen und ihren kleinen Raubvogel dabei, war voelligst abgedreht und etwas anstrengend, aber dazu spaeter mehr)).<\/p>\n<p>Wenn der Zug kam, was zum Glueck durch hupen angekuendigt wurde, sprangen wir von den Gleisen in die Buesche, oder eben an den weitestmoeglichen Rand. Es ist nie was passiert, der Weg ist gut ausgebaut, auch fuer Fussgaenger. Wir hatten ueberlegt auf dem Weg irgendwo zu zelten, hatten aber leider nur 1 Zelt fuer 2-3 Personen. Also haetten 2 draussen schlafen muessen, im subtropischen Klima auf 2000 m, mit giftigen Schlangen usw. usw. =)<br \/>\nWir haben aber auf dem Weg zum Glueck noch einen Argentinier und einen Uruguayer kennen gelertn und uns im Endeffekt auf 2 Zelte verteilt. Die 28km bis nach Aguas Calientes (dem Dorf vor Machu Picchu) haben wir in einem 10 Stunden Mega-Walk an einem Tag hinter uns gebracht.<\/p>\n<p>Am naechsten Morgen stand die Besteigung des Machu Picchu bevor. Auch hier kann man den Touribus nehmen (12$ Return), oder laufen, was einem ca. einstuendigen Treppensteigen entspricht (die Hoehe stegt dabei von 2000 auf 2500 m an, was das Laufen und Atmen noch erschwert).<br \/>\nOben angekommen wollte ich mit meinem gefaelschten Studentenausweis aus Thailand billiger in Machu Picchu reinkommen, was der Polizeimann natuerlich direkt unterbunden hat. (Ich musste also statt dem Studenteneintritt von 20$, 40$(!!!) bezahlen, Peruaner bezahlen (10$ bzw. 20$).<br \/>\nIm Endeffekt war es egal, wir waren drinnen und es ist atemberaubend&#8230; Ich hoffe, ich kann bald Fotos hochladen, denn das war wirklich ein weiterer Hoehepunkt meiner Reise&#8230;<\/p>\n<p>Die naechste Nacht haben wir im Hostal verbracht, von dem die drei Maedels am naechsten Morgen mit dem Zug zurueck gefahren sind (wie gesagt, eine Fahrt 6,50$ pro Person fuer Peruaner).<br \/>\nWir (Markus und ich)  haben uns auf eine weitere Wanderung gemacht vom km110 bis zum km128 von dem aus Busse nach Cuzco aufbrechen sollten! (Der Zug fuer uns haette fuer eine Fahrt 47$ gekostet!)<br \/>\nAm km128 angekommen mussten wir in einem Lastwagen nach Santa Teresa, dem naechsten Dorf trampen. Diesen Weg legen viele Touristen und Peruaner zurueck um den Zug zu sparen, er ist also mehr oder weniger legal und die LKW-Fahrer nehmen jeden gegen ein kleines Trinkgeld mit.<br \/>\nIn St. Teresa angekommen wollten wir so schnell wie moeglich weiter. Man sagte uns aber, dass es einen Erdrutsch gegeben hat und die normale Route nach Cuzco fuer mindestens 20 Tage gesperrt sei. Es bliebe  uns aber ein Weg ueber Quillabamba, der Minibus fahre heute nachmittag vielleicht noch ab! Natuerlich hatte der Minibusfahrer aber keine Lust mehr nach Quillabamba zu fahren, weshalb wir die Nacht im Hostel bleiben mussten (natuerlich ohne Zahnbuerste, Seife, Deo, frische Klamotten, alles halt, weil wir das den Maedels im Zug mitgegeben hatten um es nicht herumzuschleppen).<br \/>\nAlso fuhren wir mit dem ersten Bus nach Quillabamba, von dort aus auf einen 14 Stunden Busmarathon nach Cuzco, mit einer einstuendigen Panne, die schnell mit auseinandergeschnittenen Ersatzreifen und Schraubenzieher geflickt wurde und ueber eine Strecke, wie ich sie noch nie gesehen habe.<\/p>\n<p>Ich habe ja schon gefaehrliche Strecken gesehen, aber diese Strecke, genau die Breite von 2 Bussen (mit 10 cm Zwischenraum) hat mir schon oefters den Atem geraubt. Nachdem wir durch ein wunderschoenes Tal an mindestens 10 anderen Bussen und LKWs vorbei geschrammt sind, sind wir dann abends endlich total uebermuedet in Cuzco angekommen! Es war definitiv eine Erfahrung wert, wenn nicht sogar das Highlight meines Trips, denn wie ihr wisst, hasse ich diesen Touri-Ottonormalbuerger-Tour-Krams&#8230;<\/p>\n<p>Dennoch fahre ich morgen mit einem halbluxurioesen Bus nach Lima um statt 22 nur 18 Stunden zu fahren =)<\/p>\n<p>Entschuldigt meinen Schreibstil, aber ich kann mich grad nich recht konzentrieren =)<\/p>\n<p>Bald mehr!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Abenteuer, begonnen um Geld zu sparen, denn der &#8222;normale&#8220; Weg zum Machu Picchu zu gelangen, gestaltet sich fuer auslaendische Touristen zur Abzocke Nr. 1 auf meiner Reise bisher! Der Zug zum Machu Picchu kostet fuer Auslaender fuer Hin- und Rueckfahrt 73$, fuer Peruaner 10$. 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