{"id":36,"date":"2007-02-07T15:08:00","date_gmt":"2007-02-07T14:08:00","guid":{"rendered":"http:\/\/katzi-online.de\/wordpress\/?p=36"},"modified":"2009-06-02T21:50:01","modified_gmt":"2009-06-02T20:50:01","slug":"von-pushkar-bis-jaipur","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.andre-isst-reis.de\/wordpress\/?p=36","title":{"rendered":"Von Pushkar bis Jaipur&#8230;"},"content":{"rendered":"<p>Als ich in Pushkar angekommen bin, habe ich mir erst mal ein Hostel gesucht. Es war Mittag, also<br \/>\nkein Problem eines zu finden. (Dir lauern sowieso tausende Menschen auf, die dich irgendwohin<br \/>\nbringen wollen)<br \/>\nDas Hostel hatte ein superschoenes Rooftop-Restaurant, mit Matratzen und Kissen zum Chillen! Der<br \/>\nBesitzer, Chinu ist auch supernett.<br \/>\nZuerst bin ich mal aus dem Hostel raus und durch die Strassen gelaufen.<br \/>\nDort bin ich dann einem Brahmin (einer von 2000 Priestern, die um den heiligen See leben) begegnet.<br \/>\nMan muss sagen, Pushkar ist ein heiliger Ort, wegen diversen Goettergeschichten und weil Gandhis<br \/>\nAsche im See verstreut wurde. Es gibt ein Ritual am See (ein Gebet (Puja)) wo man sich dem Brahin gegenuebersetzt, er gibt einem Blumen auf die Hand, eine Kokusnuss, segnet dich, singt ein wenig, trara trara, schuettet dir Wasser aus dem heiligen See ueber die Hand, und malt dir obligatorisch einen Punkt auf die Stirn (normalerweise rot, aber das haengt auch immer vom jeweiligen Gott und was weiss ich ab) Dann fragt er, wieviele Familienmitglieder ich habe und segnet die auch noch (also Mama, Papa, Schwestern, ihr seid gesegnet). Dann erbittet er eine Spende fuer die Brahmins, weil sie sonst keinen Job haben, bla bla. (Jeder erbittet hier dauernd Spenden fuer Religionen, und manche werden sogar pampig, wenn man nix gibt! So wie mein Freund hier: ) Ich sage ihm, ich will nix spenden, er fragt warum nich, ich erklaere ihm, das Religion und Glaube fuer mich nicht mit Geld zu tun hat, er wird etwas aggresiv, schreit mich nahezu an, das jeder was gibt und das Geld wichtig fuer die Brahmins ist und bla&#8230; Ich sage weiter, ich gebe nix, und werfe ihm dann schliesslich 20 Rupees aufs Tablett, dass er mich in Ruhe laesst&#8230; Im Endeffekt haette ich einfach gehen sollen&#8230;<br \/>\nTja, ich ziehe also weiter, gesegnet und irgendwie energiegeladener als mich ein Typ auf der Strasse anspricht.. Das ist hier normal, also gehe ich hin.. Normalerweise labern dich die Leute voll, stellen die Standardfragen und wollen dir was verkaufen. Dieser hier aber hat mich dann in seine Wohnung (eigentlich ein winziger Raum mit einem Bett zum drauf sitzen und nem Schrank) eingeladen.Er erzaehlte mir, er sei Brahmin und labert mich mit viel Kram ueber Religion und die Goetter usw. voll, was ich eh schon wieder vergessen habe.<br \/>\nIrgendwann gehe ich also von ihm und irre ziellos durch das kleine Dorf (Was man in 10 Minuten durchqueren kann), aber finde mein Hostel nicht mehr!! Nach ca. 45 Minuten suchen (ich weiss,<br \/>\nMaenner fragen nicht nach dem Weg&#8230;) labert mich ein weiterer Brahmin voll, laedt mich in sein Haus ein, zeigt mir einen guten Seeblick, segnet mich und Krams (was mir jedes Mal unglaublich Energie gab! Schon ein krasses Gefuehl!) und startet mir von seinen Leiden und Problemen zu erzaehlen. Naja, ich ignoriere das erst, aber dann irgendwann fragt er nach Geld. Ich sage ich habe keins mit, also will er mich zum Hostel bringen, dass ich Geld hole und ihm gebe. Ich freue mich, weil so finde ich zumindest mein Hostel wieder. Ich gehe zum Hostel hole 20 Rupees aus meiner Tasche und gebe sie ihm. Er findet das nicht so nett und geht beleidigt weg. Ich weiss es ist nicht nett, er hat mehr erwartet, aber Geld betteln ist auch nicht nett&#8230; Und dann kam er noch mit: Gib mir doch 100 oder zumindest 50&#8230; Naja naja, so sind die Inder eben&#8230;<\/p>\n<p>Die weiteren Tage verliefen eher locker, Ajmer, wo ich eine Nacht war, ist langweilig&#8230;<br \/>\nDann kam ich nach Jaipur. Ich laufe etwas durch die Stadt, bis mich ein Kerl anlabert und in seinen<br \/>\nkleinen Shop einlaedt. Er ist nett, und im Laden haengen Bilder und Krams, die er mir natuerlich<br \/>\nspaeter verkaufen wollte. Ich schaue mir die Bilder an und will keins kaufen, er ist aber sogar weiterhin nett&#8230; Spaeter kommt noch ein Freund von ihm vorbei, der auch nett ist und bringt mich zu seinem Boss (weil er dort was erledigen musste)<br \/>\nDer Boss faengt an und will, dass ich fuer ihn Diamanten nach Deutschland liefere und dort weitergebe und will mir dafuer 12000 Euro geben (einen Teil davon, den er an Steuern spart) Er erklaert mir, wie das funktionieren soll, ich sage natuerlich nein!! Spaeter fahre ich mit dem Freund und noch einem Kerl aus dem Laden im Auto zu einem super Tempel (ich weiss, man sollte nicht<br \/>\nmit fremden Leuten in Indien in einem Auto fahren, aber ich habe mich sicher gefuehlt!). <\/p>\n<p>Wir schauen uns den Tempel an, treffen uns morgen um 6 Uhr um weiter Sightseeing zusammen zu<br \/>\nmachen. Alles laeuft gut. Spaeter mache ich meine Tour alleine. Als ich wieder komme, treffe ich durch Zufall die zwei Kerle wieder und wir gehen zu seiner Wohnung. Dort erzaehle ich dem einen, dass ich sein Bild wirklich nicht kaufen will, aber er ist weiterhin nett!<br \/>\nUnd der andere sagt mir, dass ich BITTE den Deal den der Boss angeboten habe, nicht mache, und einfach weiter mit dem Bus fahre ohne mich noch mal zu melden.<br \/>\nEr haelt das ganze fuer komisch, weil sein Boss ihm davon nix erzaehlt hat und er nicht weiss, was<br \/>\nder Boss da vor hat!<\/p>\n<p>Tja, und da sitze ich nun, nach einer ziemlich turbulenten Zeit und habe noch knapp 2 Wochen in<br \/>\nIndien. Heute fahre ich mit dem Nachtbus nach Agra zu fahren und den Taj Mahal anzuschauen und dann gehts weiter nach Delhi, meinen Flug buchen, Varanasi und Kolkata (Calcutta) und von da aus dann um den 19. Februar nach Thailand!<\/p>\n<p>Bis dann demnaechst!!<\/p>\n<p>Sorry, fuer die lange Mail!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als ich in Pushkar angekommen bin, habe ich mir erst mal ein Hostel gesucht. Es war Mittag, also kein Problem eines zu finden. 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